Venedig ist einfach sooooooooooooooooo schön!

So, nun ist es endlich soweit: Montag der 06.06.2011 und aus Vorfreude ist Aufregung geworden. Venedig wartet nun nicht mehr lang. Es ist 06:45h als der Wecker klingelt und ich ungewohnter Weise sofort aufrecht sitze. Super, ich bin wach. Kaffee machen, duschen, anziehen, das Übliche. Doch dieses Mal kommt noch Koffer zur Tür stellen und Sonnenbrillen-Check hinzu. Um 8:00 am Flughafen! Ohne Auto, ganz mit BVG. Schade, dass mich niemand so früh fahren wollte. Egal.
Es ist 07:25h als ich das Haus verlasse und schnellen Schrittes zur U-Bahn tingel.
Schnell noch beim Kiosk Tabak und ein U-Bahn-Ticket gekauft, sitze ich auch schon in der Bahn in Richtung Rudow. „Zurückbleiben!“ Auf keinen Fall.
Gut, ich bin da – wo sind die Anderen?Kurzschluss per Telefon, Enrico dirigiert mich zur EasyJet-Halle. Da sind sie!

Also Einchecken, alle unbewaffnet, kein Problem. Im Duty-Free nichts Brauchbares gefunden und vor dem Boarding stellt ein Wopper mein Frühstück dar. Ohne Zwiebeln, mit Zwiebeln? Können die nicht zuhören. Auch wurscht, schmeckt trotzdem. Nach dem Boarding sitzen wir auch schon im Flieger.

Kurz nach dem Start, landen wir, ich hab wohl geschlafen. Jacqueline bestätigt mir das. Beinahe an ihrer Schulter und Beweisfotos gibt´s auch. OK.
Am Flughafen erkundigen wir uns noch ein Weilchen nach dem Bus, finden ihn aber nach der Info sofort. Kaum sitzen wir und fahren ein paar Meter fängt es an zu regnen. Und weil das in Italien noch nie vorgekommen ist, ist das jetzt schon ein Erlebnis.

Es dauert nicht lang, dann sind wir am Plazo de Roma angekommen. Verkäufer mit Regenschirmen schwirren sofort nach dem Ausstieg bei Nieselwetter um uns herum. Wir winken sie ab und ziehen los. An einem Kiosk stellen wir uns unter und erforschen das kleine abgedruckte Venedig im Marco Polo. Stinken sollte es angeblich hier, meine feine Nase erschnüffelt nur Mittelmeer. Nun gut, es geht also zu Fuß weiter, wie auch sonst in Venedig, die Taxis jedenfalls scheinen unerschwinglich. Und wir kommen zurecht. Mit wenigen Umwegen finden wir zu unserem Ziel und entdecken auch einen Supermarkt, den wir noch das eine oder andere Mal besuchen werden.
Endlich in der Pension. Geschafft haben wir es, geschafft!
Außer der Zimmerverteilung gestaltet sich auch die Zimmerfindung schwierig. Wir merken schnell, wir sind in Italien, also grundsätzlich richtig. Die Pension wirkt auf den ersten Blick wie eine Abstellkammer. Erst beim genaueren Hinsehen, hat sie viel Charme und Flair. Besonders in die Putti-Suite von Frau Zenns müssen sich alle sofort verlieben.

Die Mädels bekommen ein an sich schönes Zimmer, welches aber noch den Dreck und Geruch der Vor-Besucher beinhaltet. Nach kurzer Beschwerde wird das Problem aber mit einem anderen, guten Zimmer behoben.
Schön, alle sind versorgt und 45 min nach der verabredeten Zeit treffen wir uns vor der Pension. Zehn Menschen, betrieben von je zwei Beinen, machen sich auf den Weg in Richtung Stadtkern. Cool.

Wir sehen gut aus und haben noch Geld und kurze Zeit später schon die Gelegenheit unseren ersten Pavillon (China) zu besichtigen. Ein erster Eindruck von der Stadt gepaart mit ein wenig Biennale machen neugierig auf mehr. Nach langem Rundgang gehen wir am Abend essen, beim freundlichen Italo-Pakistaner, Geschmackssache.
Günstigen Wein holen wir uns neben einer Flasche Sambuca (Teufelszeug) beim vorhin erwähnten Supermarkt. Die erste Nacht wird lang und so geht es weiter….

